Haskala Porträts
Porträt Henriette Herz
Anna Dorothea Therbusch
(geb. Lisiewski, Berlin 23.7.1721 – 9.11.1782 Berlin)

- Abbildungsnachweis: Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, um 1777, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie
Therbuschs Vater war der aus Polen stammende Berliner Porträtmaler Georg Lisiewski. Zusammen mit ihren Geschwistern wurde sie bei ihm auch ausgebildet und von dem damals wirkenden Berliner Hofmaler Antoine Pesne sowie von den Werken Antoine Watteaus im Stil des Rokoko beeinflusst. Nach einer längeren Schaffenspause führten sie Aufträge nach Süddeutschland und 1765 für eine längere Zeit nach Paris, wo sie 1767 Mitglied der Académie Royale wurde. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten kehrte sie 1769 allerdings wieder nach Berlin zurück. Seitdem signierte sie ihre Bilder mit „Peintre du Roi“, ohne dass geklärt ist, ob sie wirklich zur Hofmalerin in Versailles ernannt worden war. Nach dem Tod ihres Mannes führte sie zusammen mit ihrem Bruder Christian Friedrich Reinhold Lisiewski 1773-79 ein gemeinsames Atelier, in welchem auch gemeinsame Arbeiten ausgeführt wurden. In dieser Zeit schuf sie eine Vielzahl von Porträts von Mitgliedern der Berliner Gesellschaft, war aber auch an der Ausgestaltung des Neuen Palais in Potsdam beteiligt.
Literatur: Ekhart BERCKENHAGEN: Anna Dorothea Therbusch, in: Zeitschrift des deutschen Vereins für Kunst-wissenschaft, Band XLI, Heft 1/4, Berlin 1987, S. 124; Eva-Lena KARLSSON: Vom preußischen Rheinsberg ins schwedische Tullgarn – Ein Porträt Hans Joachim von Zietens wiederentdeckt, in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz, Band XXXII, Berlin 1996, S. 441-454; Ulrich THIEME, Felix BECKER: Allgemeines Lexikon der Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. XXIII, Leipzig 1929, S. 282-283.

