Haskala-Autoren

Moses Philipson - Bibliographie

 

zusammengestellt von Reinhard Philippi

 

  • 1786 verfaßt er eine kleine Schrift zur Auseinandersetzung zwischen Mendelssohn und Jacobi (Quelle: Wolfenbütteler Studien zur Aufklärung, Lessing-Akademie 1976 S. 279)
  • 1788 - 89 folgen namentlich gekennzeichnete Beiträge in Friedrich Burchard Benekens „Jahrbuch für die Menschheit oder Beyträge zur Beförderung häuslicher Erziehung, häuslicher Glückseligkeit und praktischer Menschenkenntnis“, Hannover 1788-91 4 Jge.
  • Philipson, Moses: Leben Benedikt's von Spinosa. Braunschweig: Verlag der Schulbuchhandlung, 1790.
  • Philipson, Moses: einer Kantate auf Lessings Tod, in: Lessings Denkmal: Eine vaterländische Geschichte dem deutschen Publikum zur Urkunde vorgelegt von Gustav Friedrich Wilhelm Grossmann, Hannover: W. Pockwitz, 1791; Reprint: Georg Olms Verlag, 1997
  • Philipson, Moses: Über die Verbesserung des Judeneids. Neustrelitz: Michaelis, 1797.
  • Philipson, Johann Jacob Martin: Briefe über das kaufmännische Rechnungswesen. Hannover: Hahn, 1813.
  • Philippi, Johann Jakob Martin: Sammlung sämmtlicher neuer preußischer Gesetze über die indirekten Steuern. Köln: Bachem, 1830.
  • Philippi, Johann Jakob Martin: Nachtrag zur Sammlung sämtlicher neuerer preußischen Gesetze über die indirecten Steuern umfassend alle Abänderungen, welche solche, nach dem Erscheinen des ersten, von demselben Verfasser im Jahr 1830 herausgegebenen Werkes bis zum 30. April 1836, besonders durch Verträge mit Nachbar-Staaten, erlitten haben, nebst erläuternden Anmerkungen, Erklärungen, Rückweisungen und Beilagen. Köln: Bachem, 1836.

Auf Anregung des Theaterintendanten Großmann verfasst Moses den Text einer Kantate auf Lessings Tod. Nachdem sich Großmann wegen einer Kantate zu Ehren Lessings vergeblich nicht nur an Eschenburg und Heusinger, sondern auch an Christian Adolf Overbeck in Lübeck und Johann Jacob Engel in Berlin gewandt hat, gewann er einen „hiesigen“«, also hannoveraner Freund als Verfasser. Sein Musikdirektor Weber schuf zwar die entsprechende Komposition, jedoch nicht den Text. Diesen verdankte Großmann vielmehr nach Berend Kordes' „Lexikon der jetzt lebenden schleswig-holsteinischen und eutinischen Schriftsteller“ aus dem Jahre 1797 dem als Buchhalter am Fideicommißcomtoir in Hannover tätigen Moses Alexander Philipson, der für Großmanns Bühne schon Übersetzungen aus dem Englischen und Italienischen geliefert hat .

Mit seiner Kantate schafft Moses gewiß kein Werk von hohem literarischem Rang. Guhrauer, der freilich über den Autor nichts wußte, urteilt sogar, daß die „Arbeit unter der Mittelmäßigkeit blieb“: „Es ist eine kahle Nachahmung der Klopstockschen Manier mit Einmischung (sogenannter) deutscher Mythologie“. Doch darf das Werk nicht allein mit solchen Kriterien gemessen werden, ist es doch in erster Linie Ausdruck der großen Zuneigung Moses zu Lessing und seinem Werk. So lässt er den „Schutzgeist Deutschlands“ sagen:

 „Der Barden Chor erlosch nicht ganz mit ihm;

 Noch leben würd'ge Sänger, Lehrer, Weise

 Im Volke Tuiskos.

 Germaniens Beherrscher

 Verehren Weisheit,

 Dem Verdienste lohnt ihr Beyfall.

 Die Wahrheit darf sich ohne Hülle,

 Und dreisten Schrittes ihnen nah'n.

 Germanien wirds nie an guten Fürsten

 An Weisen nie gebrechen.

 Doch bleibe euch

 Stets sein Gedächtnis heilig.

 Bedauert ewig den Verlust des Weisen, Verbreitet seine Lehren;“

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