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Moses Mendessohn - Biographie

 

von Christoph Schulte

Moses Mendelssohn wurde am 12. Elul 5489 (6.9.1729) als jüngster Sohn des armen jüdischen Schulmeisters und Tora-Schreibers Mendel Heymann und seiner Frau Bela Rachel Sara in Dessau geboren (JubA 23, 6f. u. 111f.). Hebräisch lesen und schreiben, Bibel und erste rabbinische Texte lernte er zunächst mit seinem Vater, später Talmud, rabbinische Literatur und mittelalterliche jüdische Philosophie mit dem Dessauer Rabbiner David Fränkel. In dessen 1742 in Jessnitz gedruckter Ausgabe studierte Mendelssohn erstmals den More Nevuchim [„Führer der Unschlüssigen”] des Maimonides, das Hauptwerk der mittelalterlich-aristotelischen jüdischen Philosophie. Als Fränkel 1743 als Oberrabbiner nach Berlin gerufen wurde, folgte ihm Mendelssohn im gleichen Jahr dorthin nach, lernte weiterhin unter seiner Anleitung in der Talmud-Schule und lebte in extremer Armut vom Kopieren hebräischer Texte sowie der Wohltätigkeit einiger wohlhabender jüdischer Familien. Bald freundete er sich mit dem älteren Mathematiker und Logiker Israel Samocz und dem Arzt Abraham Kisch an, unter deren Anleitung er im Selbststudium Kenntnisse in Deutsch, Latein, Französisch, Englisch und Mathematik erwarb. 1746 hörte er gemeinsam mit Aron Gumpertz und Louis de Beausobre erstmals lateinische Philosophie-Vorlesungen am Joachimsthalschen Gymnasium und wurde 1750 schließlich Hauslehrer beim Seidenfabrikanten Isaak Bernhard. Mendelssohn war, wie er selbst betont, Autodidakt: “Uebrigens bin ich nie auf einer Universität gewesen, habe auch in meinem Leben kein Collegium lesen hören. Dieses war eine der grösten Schwierigkeiten, die ich übernommen hatte, indeme ich alles durch Anstrengung und eigenen Fleiß erzwingen mußte.” (JubA 23, 7)

1753 machte Mendelssohn durch Gumpertz, der zeitweise als Sekretär des Akademiepräsidenten Maupertuis fungierte und 1751 in Frankfurt/O. zum Arzt promoviert worden war, die Bekanntschaft von Lessing. 1754 wurde er Buchhalter bei Isaak Bernhard und verfaßte mit Lessing gemeinsam die Polemik Pope ein Metaphysiker! (1755 erschienen). Wöchentliche Treffen mit Lessing, später mit Nicolai wurden die Regel. Wohl 1754 oder 1755 hat Mendelssohn die erste hebräische Zeitschrift überhaupt gegründet und drucken lassen. Sie trug den Titel Kohelet Mussar [„Der Sittenprediger”; JubA 14, deutsche Übers. in JubA 20.1, 3-32] und bot wie viele Aufklärungszeitschriften eine Mischung aus Dichtungen, Übersetzungen, Rezensionen und weltanschaulich-besinnlichen Beiträgen. Das Erscheinen dieser Zeitschrift wurde schon nach zwei Heften auf Druck der jüdischen Gemeinde eingestellt, vermutlich weil der vollkommen neuartige Gebrauch des Hebräischen in einer aufgeklärten Zeitschrift als Profanation der “heiligen Sprache” galt.

1755 wurde Mendelssohn Mitglied der neu gegründeten Aufklärungsgesellschaft “Gelehrtes Kaffeehaus” und Gast im “Montagsclub”. Im selben Jahr erschienen die von Lessing anonym in den Druck gegebenen Philosophischen Gespräche sowie die ästhetische Schrift Ueber die Empfindungen. Mit beiden Schriften, ebenso wie mit Pope ein Metaphysiker! positionierte sich Mendelssohn als Anhänger der ‚deutschen’ Metaphysiker Leibniz und Wolff und damit als intellektueller Gegner der durch französische Mitglieder wie Maupertuis und Prémontval metaphysikkritisch geprägten Berliner Akademie der Wissenschaften. Sein Forum wurde, da Berlin keine Universität hatte und die von Franzosen dominierte königliche Akademie der Wissenschaften Juden verschlossen blieb, die in jenen Jahren neu entstehende deutschsprachige Berliner Aufklärung, die sich aus jungen Buchhändlern, Verlegern, Redakteuren, aufgeklärten Beamten, liberalen Theologen und Hauslehrern zusammensetzte. 1756 übersetzte und publizierte Mendelssohn Rousseaus zweiten Discours Abhandlung von dem Ursprunge der Ungleichheit unter den Menschen, der erst 1755 im Original erschienen war, und förderte damit eine sehr frühe deutsche Rousseau-Rezeption (ed. Goldenbaum, Weimar 2000). Auch noch im Jahr 1756 publizierte er mit Gedanken von der Wahrscheinlichkeit eine Entgegnung auf Humes erkenntnistheoretischen Skeptizismus, in der er Leibniz’ Unterscheidung von zufälligen und notwendigen Wahrheiten verteidigt. 1757 lernte Mendelssohn gemeinsam mit Friedrich Nicolai Griechisch und brachte mit ihm auch die Zeitschrift Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste heraus, zu der er bis 1759 insgesamt 21 Artikel beisteuerte (JubA 4). Diese Aktivitäten als Redakteur und Rezensent neben seinem Brotberuf als Buchhalter machten Mendelssohn zu einem der renommiertesten Kritiker und Publizisten im deutschsprachigen Raum; desgleichen die ca. 120 Artikel aus den unterschiedlichsten zeitgenössischen Wissensgebieten, die 1759-65 in der Zeitschrift Briefe, die neueste Litteratur betreffend erschienen (JubA 5.1).

1761 wurde Mendelssohn bei Isaak Bernhard Prokurist, verlobte sich in Hamburg mit Fromet Gugenheim und konnte diese, nachdem er behördlich das Niederlassungsrecht in Berlin und die Heiratserlaubnis erhielt, 1762 heiraten. Noch 1761 waren die Philosophischen Schriften Mendelssohns erschienen, die seine gesamten philosophischen Publikationen in überarbeiteter und erweiterter Fassung enthielten; ferner ein hebräischer Kommentar zur Logik des Maimonides mit dem Titel Be’ur millot ha-higgajon (JubA 14, deutsche Übers. JubA 20.1,33-175), die er Rabbiner Samson Kalir unter seinem Namen in Frankfurt/O. zum Druck gebracht hatte. Auch im Jahr 1761 lernte Mendelssohn den jungen Thomas Abbt kennen. 1763 besuchte Lavater, wie danach noch viele christliche Zeitgenossen, Mendelsohn in seinem Haus in der Spandauer Straße, im gleichen Jahr erhielt Mendelssohn auf Betreiben des Marquis d’Argens den Status eines außerordentlichen Schutzjuden und, vor Kant plaziert, den ersten Preis der Berliner Akademie der Wissenschaften für seine anonym jurierte Preisschrift Abhandlung über die Evidenz in Metaphysischen Wissenschaften. 1764 wurde seine Tochter Brendel (Dorothea) geboren, die unter ihren Ehenamen Dorothea Veit bzw. Schlegel als Salonnière und Schriftstellerin bekannt wurde.

Nachdem Thomas Abbt 1766 plötzlich gestorben war, widmete Mendelssohn Abbts Andenken sein beim Publikum erfolgreichstes Buch: Phaedon oder über die Unsterblichkeit der Seele (JubA 3.1, 1-159), das 1767 erschien, mehrfach wieder aufgelegt und sogleich in verschiedene Fremdsprachen übersetzt wurde (vgl. H.M.Z. Meyer, Berlin 1965). 1768 übernahm Mendelssohn nach dem Tod von Isaak Bernhard gemeinsam mit dessen Witwe Rösel die Leitung von dessen Seidenwaren-Manufaktur. Er war auf der Höhe seiner Bekanntheit, als 1769 mit der Bekehrungsaufforderung Lavaters an Mendelssohn eine folgenreiche publizistische Debatte einsetzte. In dieser Debatte wurden Stimmen laut, der Weg von Juden zur Aufklärung führe notwendig zur Anerkennung der religiösen Überlegenheit des Christentums und zur Taufe. 1770 lehnte Mendelssohn in einem Schreiben an Lavater sowohl die Konversion zum Christentum als auch den nach seiner Ansicht dem Gemeinwesen schädlichen öffentlichen Streit um religiöse Überzeugungen ab (JubA 7, 7-17). In einem privaten Brief an den Erbprinzen Carl von Braunschweig-Wolfenbüttel, den er wie Lessing 1770 in Wolfenbüttel auch persönlich besuchte, nannte Mendelssohn allerdings einige der christlichen Lehren, die er aufgrund von “Vernunft und Nachdenken” ablehnt (JubA 7, 300-305): die Trinitätslehre, die Menschwerdung Gottes und die Lehre von einer Erlösung durch das Sohnesopfer am Kreuz, desgleichen Höllenstrafen, Erbsünden- und Teufelslehre und die Lehre von der Aufhebung des Mosaischen Gesetzes durch Christus.

Im Jahr 1771 wollten Sulzer und andere Akademie-Mitglieder dem König die Aufnahme Mendelssohns in die Akademie der Wissenschaften vorschlagen, aber Friedrich II. reagierte nicht; die Aufnahme des ersten Juden in die Akademie unterblieb. Mendelssohn erkrankte im selben Jahr an einem Nervenleiden, das seine Kapazität zu philosophischem Lesen und Schreiben neben seiner Berufsarbeit in den folgenden Jahren stark einschränkte. Allerdings verstärkte er im folgenden Jahrzehnt seine Aktivitäten in Belangen der jüdischen Gemeinschaft. So bezog Mendelssohn 1772 im Mecklenburgischen Streit um die traditionelle Beerdigung von Juden an ihrem Todestag vorsichtig Stellung gegen die Autorität des Hamburger Rabbiners Jakob Emden: Die frühe Beerdigung sei ein Brauch, kein Gebot; der Brauch aber könne anders als ein Gebot im Lichte moderner medizinischer Erkenntnisse geändert werden. Um die Beerdigung von Scheintoten zu vermeiden, könne man die Beerdigung von Juden auch, wie die christlichen Behörden wünschen, erst nach einigen Tagen vornehmen (JubA 22.2, 221-248).

1773 und 1774 fuhr Mendelssohn zur Kur nach Bad Pyrmont, wo er 1774 u.a. Gespräche mit Elise Reimarus und Herder führte. 1776 besuchte er Dresden und in Dessau das 1774 von Basedow gegründete Philanthropin, welches pädagogisches Vorbild für die Gründung der Jüdischen Freyschule durch David Friedländer und Daniel Itzig im Jahr 1778 in Berlin war. 1777 reiste Mendelssohn geschäftlich über Königsberg nach Memel und traf in Königsberg Kant und Hamann. Anläßlich einer Geschäftsreise nach Hannover im Herbst sah er in Wolfenbüttel Lessing das letzte Mal. 1778 erschien, von Mendelssohn kompiliert und deutsch verfaßt, in Berlin Ritualgesetze der Juden betreffend Erbschaften, Vormundschaftssachen, Testamente und Ehesachen, in so weit sie das Mein und Dein angehen (JubA 7, 109-251). Wie der Titel sagt, handelt es sich um eine Zusammenfassung rabbinischer Vorschriften, die bei rechtlichen Streitfällen zwischen Juden zur Anwendung kommen und nach denen Rabbiner innerjüdisch Recht sprechen. Sie war von den preußischen Justizbehörden beim Berliner Oberrabbiner Hirschel Lewin in Auftrag gegeben worden, der hatte diesen Auftrag an Mendelssohn weitergegeben und dessen gelehrte, an den rabbinischen Quellen orientierte Arbeit approbiert (vgl. die Quellennachweise JubA 7, 495-516).

1779 ehrte Lessing seinen Freund Mendelssohn durch sein “dramatisches Gedicht” Nathan der Weise als Inbild aufgeklärter Humanität und Toleranz. Dennoch verweigerte Friedrich II. im selben Jahr die Erweiterung des “Schutzbriefes” (die arbeits- und vermögensabhängige behördliche Aufenthaltsgenehmigung für Juden in Berlin) von Mendelssohn auf dessen Frau und Kinder. Bis zu seinem Tod blieben Mendelssohn und seine Familie die Bürgerrechte in Berlin verwehrt; bei Arbeitsunfähigkeit oder Tod des Ernährers drohte die Ausweisung aus der Stadt. 1780 erschien der erste Band von Mendelssohns Pentateuch-Übersetzung ins Deutsche, gedruckt in hebräischen Lettern und mit einem traditionellen hebräischem Kommentar („Be’ur”). Die weiteren Bände mit Kommentaren erschienen sukzessiv bis 1783. Die von vielen religiösen Traditionalisten mißtrauisch aufgenommene Übersetzung des Pentateuch aus der unveränderlichen, geoffenbarten ‚heiligen Sprache’ Hebräisch ins Deutsche hatte den ausdrücklichen Zweck, solchen Jüdinnen und Juden, auch Kindern und Jugendlichen, die nicht gut Hebräisch sprachen, die wichtigste religiöse Schrift des Judentums in Übersetzung zugänglich zu machen; zugleich sollte sie aber auch denjenigen Juden, die noch nicht gut Deutsch sprachen und lasen, das Deutsche als Sprache aufgeklärter Kultur und Bildung nahe bringen (JubA 15-18 als Reprint; zur Rezeption vgl. JubA 15.1)

1781 wurde Mendelssohn nach dem Tod von Rösel Bernhard Mitinhaber der Seidenwaren-Manufaktur. Nach dem Tode Lessings erneuerte sich sein Kontakt zu Herder. Im Kontext der Reformgesetze Joseph II. für die Juden der Donaumonarchie und mit dem Erscheinen von Ch. W. Dohms gleichnamigem Buch begann 1781 auch die publizistische Debatte Über die bürgerliche Verbesserung der Juden. 1782 griff Mendelssohn nach heftigen judenfeindlichen Polemiken durch die von ihm veranlaßte Übersetzung und mit einer Vorrede versehene Publikation von Manasseh b. Israel / Rettung der Juden in diese Debatte ein (JubA 8.1, 1-71). Die Vorrede zu Manasse ben Israels Plädoyer für die Wiederansiedlung der Juden in England enthielt aktualisierend schon einige der Argumente und Positionen, die Mendelssohn in seinem 1783 gedruckten rechtsphilosophischen Hauptwerk Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum von einem naturrechtlichen Standpunkt aus vertiefte (JubA 8). Ebenfalls 1783 erschien Mendelssohns Übersetzung der Psalmen ins Deutsche, ferner Beiträge in Karl Philipp Moritz’ Magazin zur Erfahrungsseelenkunde. Mendelssohn wurde Ehrenmitglied der aufgeklärten ‚Berliner Mittwochsgesellschaft’ und veröffentlichte in der 1783 von Gedike und Biester gegründeten Berlinischen Monatsschrift dann 1784 sein Votum in der Mittwochsgesellschaft unter dem Titel Was heisst aufklären? (JubA 6.1, 113-119). Ebenfalls 1784 erschienen einige kleine hebräische Stücke von Mendelssohn in der gerade neu gegründeten hebräischen Aufklärungszeitschrift HaMe’assef [„Der Sammler”], in denen sich Mendelssohn zu Problemen der Aufklärung allgemein sowie zum Publikum und zur Gründung einer solchen Zeitschrift äußert, aber auch Übersetzungen beisteuert.

Im selben Jahr schrieb Mendelssohn die an Leibniz’ De causa Dei asserta angelehnte und erst postum publizierte Abhandlung Sache Gottes oder die gerettete Vorsehung, eine metaphysische Verteidigung der Theodizee. In Morgenstunden oder Vorlesungen über das Daseyn Gottes (1785) versuchte Mendelssohn, vorgeblich in Unkenntnis von des „alles zermalmenden” Kant Kritik der Gottesbeweise, eine Rettung des ontologischen Gottesbeweises. Mendelssohn starb am 4.1.1786 an einer Erkältung, erst postum kam seine Polemik gegen Friedrich Heinrich Jacobi mit dem Titel An die Freunde Lessings heraus, in der Mendelssohn seinen Freund Lessing gegen den Vorwurf des Pantheismus, Spinozismus und damit Atheismus verteidigte.

Literatur:

Moses Mendelssohn: Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe. Hrsg. v. I. Elbogen u.a. Berlin 1929ff., neu hrsg. v. A. Altmann u.a. Stuttgart 1972ff. (hier zit. als: JubA)

Michael Albrecht: Moses Mendelssohn. Ein Forschungsbericht 1965-1980, in: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 57 (1983), S. 64-159

Michael Albrecht: Moses Mendelssohn. Das Lebenswerk eines jüdischen Denkers der deutschen Aufklärung, Weinheim 1986

Michael Albrecht, Eva J. Engel, Norbert Hinske (Hg.): Moses Mendelssohn und die Kreise seiner Wirksamkeit, Tübingen 1994 (Wolfenbütteler Studien zur Aufklärung 19)

Alexander Altmann: Moses Mendelssohns Frühschriften zur Metaphysik, Tübingen 1969

Alexander Altmann: Moses Mendelssohn. A biographical study, London 1973

Alexander Altmann: Die trostvolle Aufklärung. Studien zur Metaphysik und politischen Theorie Moses Mendelssohns, Stuttgart 1982

Dominque Bourel: Moses Mendelssohn. La naissance du judaïsme moderne. Paris 2004

Shmuel Feiner: Mahapechat HaNeorut (“Die Revolution der Aufklärung. Die jüdische Aufklärungsbewegung im 18. Jahrhundert”), Jerusalem 2002

Herrmann M. Z. Meyer: Moses Mendelssohn Bibliographie, Berlin 1965

Michael A. Meyer: The Origins of the Modern Jew, Detroit 1967; deutsch: Von Moses Mendelssohn zu Leopold Zunz. Jüdische Identität in Deutschland 1749-1824, München 1994

Michael A. Meyer (Hg.): Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit, München 1996, Bd. 1 u. 2

Moshe Pelli: The Age of Haskalah. Studies in Hebrew Literature of the Enlightenment in Germany, Leiden 1979

Christoph Schulte: Die jüdische Aufklärung. Philosophie Religion Geschichte, München 2002

David Sorkin: The Transformation of German Jewry 1780-1840, Oxford 1987

David Sorkin: Moses Mendelssohn and the Religious Enlightenment, London 1996

 

 

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