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Herz Homberg - Biographie

 

von Vladek Viehmann

 

geboren 1749 in Lieben

Mit 10 Jahren wurde er Schüler von Ez. Landau, ging von Prag nach Pressburg und nach Glogau, damals Orte berühmter talmudischer Koryphäen. Kam in Glogau mit der deutschen Bildung in Berührung. Mit 17 Jahren lehrte er sich selbst aus Wolfs Mathematik deutsch lesen, ging nach Breslau, Berlin und Hamburg.

1777-1782 wurde Homberg in Mendelssohns Haus in Berlin aufgenommen, wurde Lehrer seines Sohnes und Mitarbeiter bei der Pentateuchübersetzung.

Nach Erlass der Toleranzpatente in den böhmischen Ländern ging er nach Wien und bestand an der Wiener Universität eine Prüfung in Philosophie.

1783-1787 in Goerz und Triest und 1787-1802 in Lemberg war er als Oberaufseher des deutsch-jüdischen Schulwesens in Ostgalizien tätig.

1793 kehrte Homberg, zunächst vorübergehend, nach Wien zurück. Dort arbeitete er einen Entwurf aus, der als Grundlage für das Judensystemalpatent von 1797 diente.

1802-1818 lebte Homberg in Wien.

1806 erscheint die Übersetzung der in Paris an die Notabelnversammlung gerichteten Fragen und ihrer Antworten, welchen Homberg in Anmerkungen seine eigene Meinung beifügte, die eine positive Einstellung zur Mischehe ausdrückt und das Ende der politischen Existenz der jüdischen Nation betont.

1812 erscheint sein Buch „Bne Zion. Religiös-Moralisches Lehrbuch für die Jugend israelitischer Nation“, das für die damaligen böhmischen und mährischen Juden lebenswichtig war, da es die Grundlage für die Prüfung aller jüdischen Heiratskandidaten darstellte.

 

Literatur

Hecht, Louise: ‘The Clash of Maskilim in Prague in the Early 19th Century: Herz Homberg versus Peter Beer’, Proceedings of the Twelfth World Congress of Jewish Studies, Jerusalem 2000, pp. 165-173.

Kestenberg-Gladstein, Ruth: Neuere Geschichte der Juden in den böhmischen Ländern, Tübingen 1969.

Encyclopaedia Judaica, Jerusalem 1973.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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